Mut zur Nische

Jan-Peter Wulf ist Gastronomie-Fachjournalist und Jurymitglied des Deutschen Gastro-Gründerpreises 2019. Im Interview berichtet er von aktuellen Trends in der jungen Gastronomie-Szene und dem ersten Eindruck der Bewerber.

Jurymitglied Jan-Peter Wulf berichtet im Interview über seine Beobachtungen zum Deutschen Gastro-Gründerpreis.

Die diesjährigen Top 10 des Deutschen Gastro-Gründerpreises konnten kaum unterschiedlicher sein. Jedes war auf seine Weise innovativ und einzigartig. Worauf achten Sie als Jurymitglied bei der Auswahl der Top-Bewerber?
Ich achte bei der Auswahl darauf, ob das Konzept tatsächlich innovativ und einzigartig ist. Auch in der Art und Weise, wie die Bewerbungsvideos gestaltet sind, kann man ablesen, wie viel Leidenschaft die Gründer haben. Das heißt nicht, dass es ein teures oder aufwändiges Video sein muss. Man kann auch in einem Onetake sehr schnell erkennen: Ist das überzeugend, sympathisch, cool?

Ist Ihnen unter den Bewerbungen in diesem Jahr etwas aufgefallen?
Viele Konzepte betonen ihren nachhaltigen Ansatz, was gut ist. Dieser Trend ist gekommen, um zu bleiben.

Welche Entwicklung beobachten Sie bei den Teilnehmern der letzten Jahre?
Ich beobachte einen gewissen Mut zur Nische. Unter die Bewerbungen mischen sich außerdem viele sehr internationale Konzepte. Für meinen Geschmack darf ruhig noch etwas mehr Neuinterpretation deutscher Küche dabei sein.

Was erwarten Sie von den 5 Gewinnern beim Live-Pitch auf der INTERNORGA 2019?
Ich erwarte nichts und freue mich darauf!